Wiener PhilharmonikerAndreas Großbauer, nicht nur 1. Geiger der Wiener Philharmoniker, sondern auch Organisator des jährlichen Balls der Wiener Philharmoniker im Wiener Musikverein, hat die Form des Streichquartetts zur Vertonung der verschiedenen Geschmäcker gewählt. Warum?

Weil umfangreiche, fast unendliche und vor allem charakterlich sehr unterschiedliche Literatur vorhanden ist. Ein Streichquartett ist für mich etwas Vollkommenes – und es ist trotz der kleinen Besetzung sehr intensiv und berührt stark die Seele.

Zwei Violinen, eine Viola und ein Cello – diese vier Instrumente können alles erzählen, was sich Großbauer ausdenkt.  Es geht aber nicht nur um die charakterlichen Parallelen zwischen Musikstück und Wein. Nicht jeder Wein, darf einen Mozart bekommen. Denn Mozart ist für Großbauer die absolut höchste Stufe an (Streichquartett-)Musik. Großbauer:

Weinpfarrer Hans Denk hat einmal gesagt: bei Mozart kann man das “weiße Licht” hören. Und wenn ein Wein ganz, ganz besonders groß und intensiv war, perfekt für seinen Gaumen, dann hat er ihn einen “mozarteischen Wein” genannt. So halte ich das auch. Eines Mozarts ist nicht jeder Tropfen würdig.

Die Mitglieder der Wiener Philharmoniker sind bekanntlich viel beschäftig, so bringen sie nicht nur den Wiener Musikverein, sondern auch die Wiener Staatsoper und Konzertsäle weltweit zum Schwingen. Trotzdem war und ist Kammermusik schon immer ein wichtiger Teil der Tradition und Philosophie des Orchesters. Diese Liebe zur Kammermusik hegt und pflegt ebenso mit Inbrunst weiter.