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Welcher Wein ist eines Mozarts würdig?

Auch unter Elitemusikern befinden sich – wie vermutlich in allen Berufsgruppen – Weinliebhaber. Und so kam Primgeiger Andreas Großbauer, passionierter Gourmet und Mitglied der Wiener Philharmoniker, auf die Idee von „Philharmonic Taste“.

Andreas GroßbauerWenn man zwei Künste miteinander verbindet, die Musik und den Wein, entsteht nicht nur doppelter Genuss, sondern Magie. Denn sie beflügeln sich gegenseitig und bringen die Sinne zum Schwingen!

Wein-Essens-Musik-Veranstaltungen gibt es ja genügend. Aber wirklich begeistern konnte sich Großbauer noch für keines dieser Konzepte. Er macht nun das, was er sich selbst wünscht: Er lässt die Gäste alle Künste auf höchstem Niveau gemeinsam erleben. Erstklassige Musik und speziell darauf abgestimmte, erlesene Weine als ein ganz besonderes Sinneserlebnis. Natürlich darf auch die Kochkunst nicht zu kurz kommen. Und dann wäre da ja auch noch die Kunst der Glasmacher…

Sterne-Dinner & Seelen-Musik

Großbauer über seine Idee:

Man kann sich tatsächlich fragen, welche Musik zu Chardonnay passt! Brahms hat oft weiche, runde Züge, so wie auch so mancher große österreichische Chardonnay. Welcher Streichquartett-Satz sich zu einem bestimmten Chardonnay fügt, das wollte ich herausfinden – das Schmecken, das Hören und das Gefühl miteinander verbinden.Andreas Großbauer

Gegründet und erstmalig umgesetzt wurde “Philharmonic Taste” 2012. Vier ausverkaufte „Philharmonic Taste“-Abende in Tokyo bestärkten Großbauer und seine Frau – die für das Management verantwortlich ist – mit ihrer Idee und dem Streichquartett aus den Reihen der Wiener Philharmoniker auch nach Toronto, New York und kürzlich nach Seoul zu reisen.

Über den Entstehungsprozess des außergewöhnlichen Programms verrät der philharmonische Geiger:

Ich habe mich viele, viele Stunden durch die Streichquartettliteratur gehört, um den jeweils passenden Satz für jeden Wein zu finden.

Philharmonic TasteJa, ganz subjektiv sei das natürlich – und der Erfolg spricht für seinen Geschmack. Nicht nur, dass Großbauer selbst durchs Programm führt, er und seine drei philharmonischen Kollegen sitzen auch mit den Gästen am Tisch, denn zum Essen wird natürlich nicht gespielt. „Nach jedem Wein-Musik-Programmpunkt kommt der nächste Gang – und dabei können wir uns mit unseren Gästen über das Gehörte und Geschmeckte unterhalten. Sobald der nächste Wein im Glas ist, geht’s wieder zurück auf die Bühne“, gibt Großbauer Einblick in die feine Regie. Riechen, kosten und zuhören, das ist die „Aufgabe“ der Gäste, während das Streichquartett bei Haydn, Mozart oder Beethoven die Saiten zum Vibrieren bringt.

Andreas Großbauer lebt die Philosophie von Philharmoniker-Gründer Otto Nicolai auch bei Philharmonic Taste: „Mit den besten Kräften, das Beste auf die beste Weise“ heißt dieser Gründergedanke. Aber vor allem sein Gefühl für die Menschen macht Großbauer zum musischen Zeremonienmeister.

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English Version

Which wine my appear with Mozart?

Wine connoisseurs are also to be found amongst elite musicians – as they probably are in all professions.  This is how first violinist Andreas Grossbauer, a passionate gourmet and member of the Vienna Philharmonic, came up with the idea of “Philharmonic Taste”.

If you combine two arts – music and wine – then the outcome is not simply a double delight, but magic. For the two arts inspire one another, setting the senses soaring!

There are plenty of wine-food-music events around. But Grossbauer never really liked these ideas. Now he is offering what he himself desires: by allowing the guests to experience all of the arts together at the highest level. First-class music and specially selected choice wines as a synthesis of the arts.

A starry dinner and soulful music

Here is what Grossbauer has to say about his idea:

You can actually ask yourself what music goes well with chardonnay! Brahms often has soft, round passages, just like so many great Austrian chardonnays. I wanted to figure out which string quartet movement went with a certain chardonnay – combining the taste, the listening and the feeling.

Four sold-out “Philharmonic Taste” evenings in October of last year in Tokyo convinced Grossbauer and his wife Maria, who is the manager of “Philharmonic Taste”, to take this idea and the string quartet composed of members of the Vienna Philharmonic also to Toronto, New York, Seoul and finally also to Vienna.

The Philharmonic’s violinist spoke about the creative process behind this extraordinary programme:

I spent many, many hours listening to the string quartet canon in order to find the right movement for each wine.

Yes, of course this was completely subjective – and the success speaks for his taste. Not only does Grossbauer himself accompany the guests through the programme; he and his three Philharmonic colleagues also sit with the guests at the tables, since music isn’t played while eating, of course. “The next course comes after each part of the wine-music programme – which lets us talk with our guests about what they heard and tasted. As soon as the next wine hits the glasses, we go back on stage,” says Grossbauer, giving insight into the fine details of the evening. Smelling, tasting and listening, these are the “jobs” of the guests, while the string quartet makes the strings vibrate with Haydn, Mozart or Beethoven.

Andreas Grossbauer also lives the philosophy of Philharmonic founder Otto Nicolai through Philharmonic Taste: “The best of efforts, to give the best in the best possible way!” is how the founding philosophy goes. But most of all, it is his feeling for humanity that makes Grossbauer a musical master of ceremonies.

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